Gailertsreuther Mühle

Interview mit Gerald

Hallo. Ich bin Gerald.

Manchmal kann ich es kaum glauben: Seit über 400 Jahren ist die Gailertsreuther Mühle in unserem Familienbesitz. Ursprünglich stand die Mühle am Schwarzenbach, einer kleinen Wasserführung im Flosser Land. Damals hätte man den Müllern kaum erklären können, dass im Jahr 2008 eben jene Mühle eine reine Biomühle sein würde. Biomühle? Was sollte das sein?

2007 haben wir die neue Gailertsreuther Mühle gebaut. Hier weht weiterhin der jahrhundertealte Mühlengeist – und der moderne Zeitgeist gibt uns Recht: Wir setzen auf Bio, Regionalität und persönliche Direktvermarktung.

Ein harter Weg. Nach den 1970er‑Jahren, in denen Großmühlen den Markt beherrschten, änderte sich langsam das Bewusstsein der Verbraucher. Meine Mutter Erika und ich starteten mit kleinen Verkaufswägen auf Märkten in Weiden, Tirschenreuth und Vohenstrauß. Inzwischen sind wir mit unserem Sortiment in vielen Geschäften etabliert, gut aufgestellt mit unserer regionalen Bio‑Bäckerei vor Ort – und dank unseres Online‑Shops geografisch unabhängig.

Die Gailertsreuther Mühle in dieser Zeit führen zu dürfen, bedeutet für mich stolze Verantwortung. Auch wenn ich genetisch darauf geeicht bin, die jahrhundertealte Familientradition fortzuführen, ist mir genau das eine Herzensangelegenheit.

Mama Meierhöfer

Erika und Fritz Meierhöfer führten die Gailertsreuther Mühle viele Jahrzehnte. Zeit ihres Lebens war Erika Meierhöfer eine zuverlässige Geschichtsquelle. Sie kannte die Mühlengeschichte, die mit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1612 ihren Anfang nahm und im Amberger Staatsarchiv dokumentiert ist.

„Mit dem Dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert wurde Gehölzrieth, wie es damals hieß, zerstört, und das ganze Dorf zog um nach Gailertsreuth an den größeren Floßbach. Seinerzeit hießen die Besitzer Hutzler. Als in einer Generation nur Töchter geboren wurden, wurde aus der Hutzler-Mühle die Mühle der Meierhöfers. Die Meierhöfers bewirtschaften sie inzwischen in der siebten Generation.“

1964 heiratete die 23-jährige Erika ihren Fritz. „Mein Mann, damals bekannt als ‚Mühl-Fritz‘, schleppte noch 100-Kilo-Säcke vom Wagen in die Bäckerei – heute wird in 25-Kilo-Einheiten abgepackt und mit Staplern beladen.“

Von fünf Mühlen im Flosser Land überlebte einzig die Gailertsreuther Mühle. Erika Meierhöfer machte dies an den Entwicklungen in der Zeit des Wirtschaftswunders fest: „Die anderen Mühlen haben sich auf Landwirtschaft konzentriert, die Gailertsreuther Mühle ist Mühle geblieben.“

Erika und Fritz Meierhöfer sind Anfang der 1990er-Jahre verstorben.

Gailertsreuther Mühle

Unser Team

Gerald Meierhöfer

Inhaber

Karin Schmidt

Mitarbeiterin

Fabrice Schmidt

Mitarbeiter

Tobias Feiler

Mitarbeiter

Bettina Venzl

Mitarbeiter

Petra Kiehl

Mitarbeiterin

Ivanka Mädl

Mitarbeiterin

Barbara Höning

Mitarbeiterin

Petra Klimt

Mitarbeiterin

Alexandra Lehner

Mitarbeiterin

Schbelzl

Mühlenkobold

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